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Das Brandenburger-Tor : Daten Fakten und Geschichte

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Daten und Fakten zum Brandenburger Tor in Berlin

Höhe und Abmessungen Brandenburger Tor

Höhe und Abmessungen der Quadriga

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor

  • Rekonstrucktion der Quadriga nach dem Krieg: 1956 bis 1957

Geschichte Brandenburger Tor

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Das Brandenburger Tor ist das einzige heute noch erhaltene von den damals zahlreichen Stadttoren der Zollmauer, das erste Brandenburger Tor wurde im Jahr 1734 fertig gestellt. Es war nur eine  einfache Konstruktion und bestand gerade mal aus zwei Pfeilern, die mit  Trophäen geschmückt waren. Es hatte eine Mitteldurchfahrt und zwei Nebendurchgänge die durch hölzerne Torflügel geschlossen werden konnten. Zur Regierungszeit "König Friedrich II" war geplant worden, das einfache Tor durch ein repräsentatives Neues zu ersetzen, es sollte auf einem wichtigen Verbindungsweg zum Tiergarten und Schloss Charlottenburg errichtet werden. Erst nach dem Tod Friedrich II wurde dieses Vorhaben 1788 umgesetzt. "Carl Gotthard Langhans" gelang mit dem Bau des neuen Brandenburger Tores,  dass erste bedeutende Bauwerk, dass sich an die klaren Formen der klassischen Antike orientierte.

Als Vorbild seiner Entwürfe dienten die Propyläen der "Athener Akropolis".  Die Gestaltung sah ein monumentales Tor mit fünf Durchfahrten vor, dessen Trennmauern durch dorische Säulen gestützt werden sollten. Über den Gebälk der Dachkonstruktion sollte eine hohe Attika, als Basis für ein Standbild entstehen. Ein Schmuckrelief an der Ostseite soll den Zug des Friedens zeigen und das Bauwerk als Friedenstor kennzeichnen. Gleichzeitig soll das Ost-Relief den siegreicher Abschluss der jahrelangen Kriege "König Friedrich II" symbolisieren. Sandstein aus der Umgebung von Dresden und Magdeburg wurde zur schmuckvollen Verkleidung als Baumaterial verwendet, der Baukörper wurde aus über 1 Million Ziegelsteinen gemauert.

Als Krönung bekam das Bauwerk 1793 eine Quadriga, die von "Johann Gottfried Schadow" gestaltet wurde. In seinem Entwurf lenkt die Siegesgöttin Viktoria, die auch als Nike bekannt ist,  mit einer Hand den von einem Viergespann gezogenen römisch antiken Streitwagen (Quadriga). In der anderen Hand hält sie ein Feldzeichen mit erbeuteten Trophäen. Von einer Werkstatt in Potsdam wurde dieses aus Kupferblech getriebene Standbild gefertigt. Die Quadriga wurde damals in Blickrichtung zur Strasse "Unter den Linden" aufgestellt. Zu Anfang diente das neu erstellte Brandenburger Tor seiner Bestimmung nach als Kontroll- und Steuerstelle und, gewann zunehmend an politischer Bedeutung. Nach dem Sieg "Napoleons" über die preußische Armee zog der französische Kaiser am 27.10.1806 glanzvoll durch das Brandenburger Tor in Berlin ein. Preußen wurde mit samt aller Städte und Denkmäler an die Siegermacht übergeben.

Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg kehren 1918 Teile der geschlagenen kaiserlichen Armee durch das Tor zurück das von anschließenden Straßenkämpfen der frühen Weimarer Republik betroffen war. Es blieb jedoch von schwerwiegenden Schäden verschont. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts war das Brandenburger Tor bereits ein Wahrzeichen von Berlin geworden, deshalb lies man es beim damaligen Abriss der Zollmauer stehen. 1867/68 erfolgte ein Umbau. Die damaligen Torhäuser wurden von "Heinrich Strack" durch offene Säulenhallen ersetzt, was dem heutige Bild des Brandenburger Tores entspricht. Angebaute Remisen wurden entfernt und die Flügelgebäude zum Tiergarten wurden verlängert und mit Säulenreihen versehen die mit den Torhäuschen verbunden wurden.  In den nächsten Jahrzehnten diente das Brandenburger Tor als Schauplatz für Feierlichkeiten. Militärische Siege wurden vor dem Brandenburger Tor mit aufwendig geschmückten Paraden abgehalten. Das ursprüngliche Friedenstor wurde somit mehr und mehr zum preußischen Siegessymbol.

Heute gehört das Brandenburger Tor zu den bedeutsamsten Wahrzeichen Berlins. Seit dem 13.08 1961 bis zum 9. November 1989  stand das Brandenburger-Tor im Sperrgebiet und Todesstreifen zwischen Ost und West Berlin und war für Bürger und Touristen beider Teile lange Jahre nicht zugänglich. Es symbolisiert heute die Teilung Deutschlands und wurde mit dem Mauerfall auch zum Symbol der Wiedervereinigung. Auf beiden Seiten des Brandenburger Tores wurde als Zwillingspaar das Haus-Liebermann und das Haus-Sommer  neu errichtet, beide Gebäude orientieren sich historisch an den preußischen Baumeister "Friedrich August Stüler". Das Brandenburger Tor findet man auf zahlreiche Münzen  und Briefmarken wieder, auch auf den heutigen 10, 20, und 50 Cent Euromünzen, ist es auf der Rückseite dieser Geldstücke zu sehen.

Das Brandenburger Tor befindet sich in Berlin Mitte Dorotheenstadt. Auf der Ostseite liegt der Pariser Platz, dessen Prachtstrasse "Unter den Linden" zum diesem Wahrzeichen führt. Vom Westteil führt die "Strasse des 17. Juni" zum Tor, die am "Platz des 18. März" endet. Eine markierte  Linie auf der Fahrbahn vor dem Brandenburger Tor markiert heute den ehemaligen Grenzverlauf der Westmauer, auf der Ostseite fehlt jedoch diese Markierung. Die im Krieg zerstörten Bauten auf dem Pariser Platz, wurden inzwischen wieder neu aufgebaut.

Die von "Johann Gottfried Schadow" entworfene Quadriga, könnte während der Teilung, von den West-Berlinern nur von Hinten betrachtet werden. Das kursierende Gerücht, die Quadriga sei wehrend der Teilung gedreht worden, stimmt nicht!. In der rechten Torhalle findet man seit 1994 ein Raum der Stille,  es ist ein Meditationsraum und soll in der Großstadtmitte einen stillen Ort zur Einkehr bieten.  

Die Zollmauer

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1734 - 1737 wurde in Berlin die Zollmauer (Akzisemauer) gebaut, sie sollte den Warrenschmuggel verhindern und es wurden Verbrauchsteuern erhoben. Gleichzeitig war sie auch als Soldatenschutz gedacht - die dass fernbleiben der Soldaten von ihren militärischen Verpflichtungen verhindern sollte. Hatte jedoch ansonsten keine militärische Bedeutung. Innerhalb dieser Mauer lagen die Stadtteile Cölln, Neu Cölln, Alt-Berlin und Friedrichswerder.  Zu dieser Zeit gab es viele weitere Tore die das gesamte Areal weiträumig,  beginnend am Brandenburger Tor, im Uhrzeigersinn umschlossen:  In den Jahren 1865 - 1868 wurde die Zollmauer jedoch mit allen -bis auf drei Tore wieder abgerissen, nach Kriegsende gab es noch drei Tore das Potsdamer Tor, Neue Tor und das Brandenburger Tor allerdings ware die beiden ersten Tore so stark beschädigt das diese auch abgerissen wurden. Die letzten Reste des Potsdamer Tores wurden 1961 mit dem Mauerbau entfernt und es blieb
schließlich nur noch das Brandenburger Tor im Sperrgebiet übrig.

Name der Tore wärend der Zollmauer

Brandenburger Tor, Neues Tor, Oranienburger Tor, Hamburger Tor, Rosenthaler Tor, Schönhauser Tor, Presslauer Tor, Königs Tor, Landsberger Tor, Frankfurter Tor, Stralauer Tor, Schlesisches Tor, Köpenicker Tor, Cottbusser Tor, Wasser Tor, Hallesches Tor, Anhaltisches Tor, Potsdamer Tor und das Oranienburger Tor

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor

rückkehr der quadrigaquadriga

Nach dem Einzug Napolions 1806 wurde die Quadriga demontiert und als Beutestück über den Wasserweg nach Paris verschleppt. Sie sollte
für die  Errichtung eines Kunstmuseums mit anderen europäischen Kunststücken herhalten. Man wollte Paris zur künstlerischen Kapitole des Kontinents machen, von der Quadriga auf dem Tor blieb nur ein kahler Pfahl übrig.
Diese Tat wurde jedoch als verabscheuungswürdig empfunden und ließ in der Zeitfolge die Quadriga- und damit auch das Brandenburger Tor - zum politischen Symbol für nationale Einheits-
und Freiheitsbestrebungen werden. Im Jahre 1810 ereignete sich ein Trauerzug um der verstorbenen Königin Luise - unter dem kahlen Halterungsstab der Quadriga,
die letzte Ehre zu erweisen. Nach Napoleons Niederlage wurde die Quadriga glücklicherweise wieder nach Berlin zurückgeholt und am 07.08.1814 mit Änderungen wieder neu auf dem Tor enthüllt. Jetzt allerdings mit dem von Karl-Friedrich-Schinkel
entworfenen Eisernen Kreuz im Eichenlaubkranz" und dem preußischen Adler auf der Panierstange. Erst mit diesen Utensilien wurde die Friedensgöttin somit zur Siegesgöttin erklärt.

Attikarelief auf der Ostseite am Brandenburger Tor

brandenburger tor relief

Das Relief an der Attika zeigt den Einzug der Viktoria als Göttin des Friedens, das von Bernhard Rode entworfene Bildnis zeigt von Links nach Rechts Szenen der Dichtkunst, Malkunst, Überfluss, Frieden, Eintracht, Sieg, Tapferkeit und Zwietracht. In der Mitte die geflügelte Viktoria, deren Wagen von vier Kindgöttern (Eroten) an einer geflochtenen Girlande gezogen wird. Die Zwietracht eigreift die Flucht vor
der Freudschaft, der Neid geht hier zu Boden. Außerdem wird das Leben in Eintracht und die Staatsklugheit symbolisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier auf dem Foto!

 

Nationalsozialismus und das Brandenburger Tor

Auch von den Nazis wurde das Brandenburger Tor für verschiedene Aufmärsche und anderes Anlässen genutzt. Es fand dort auch eine
Militärparade am 20.April 1939 zu Hitlers fünfzigsten Geburtstag statt. Am 18.10.1944 wurde der Führererlass zur Bildung des „Volkssturms" veröffentlicht. Es wurden Gruppen aus Männern im Alter von 16 - 60 zusammengestellt von denen man glaubte das diese Waffenfähig waren, jedoch waren diese Männer nur teilweise und mäßig ausgebildet worden, einige Waffen die man diesen Männern anvertraute funktionierten garnicht. Sie sollten jedoch die Alliieirten - die schon bis zur Reichsgrenze vorgerückt waren noch aufhalten.

Das Ende der Nazis-Ära wurde nochmals im Mai 1945 deutlich, als ein Elendszug von deutschen Soldaten durch das Brandenburger Tor auf dem Weg in die sowjetische Gefangenschaft getrieben wurden von denen viele nicht mehr heimkehrten. Das von Hitler angestrebte "1000-jährige Reich"  brachte uns den Weltkrieg und den Massenmord der Juden - aber auch die Vergewaltigung vieler Deutscher Frauen durch die Russische Armee und schließlich 1961 die Teilung zwischen Ost und West. Die Spuren aus dieser schrecklichen Vergangenheit sind bis zum heutigen Tage noch an zahlreichen Orten Berlins auszumachen. Und es werden wohl noch weitere 40 Jahren vergehen müssen, bis wir die Wiedervereinigung auch in den Köpfen der Generationen endgültig vollzogen haben.

 

Kriegsende 1945/46

Während der Endkämpfe im 2. Weltkrieg im April 1945, wurde das Brandenburger-Tor schwer beschädigt und neben den Rest der "Akademie der Künste" war es das einzige Gebäude auf dem Pariser Platz das den Angriff überlebt hatte. Die Quadriga wurde bis auf einen Pferdekopf total zerstört. Glücklicherweise gab es einen Gipsabdruck, deshalb  konnte die Quadriga nach dem Krieg wiederhergestellt werden. Trotz der enormen Spannungen nach dem Krieg in der Vier-Sektorenstadt Berlin, einigten sich Senat und Magistratsrat Mitte der fünfziger Jahre auf eine gemeinsame Wiederherstellung des Brandenburger Tores. Im Westteil Berlins fertigte man von dem erhaltenen Gipsabdrücken eine neue Quadriga an, die 1958 wieder auf dem Brandenburger Tor gesetzt wurde, allerdings ohne preußischen Adler und mit leeren Eichenkranz. Die
bis dahin dort angebrachte Rote-Russische-Fahne  wurde wieder abgenommen.

 

Der Pariser Platz am Brandenburger Tor

pariser platzalte laterne auf dem pariser platz am brandenburger torgulli-Deckel auf dem Pariser Platzbrandenburger Tor, Pariser Platzschild Pariser Platz

Der Name Pariser Platz geht auf das Datum von 1814 zurück, durch die damalige Eroberung von Paris durch preußische Truppen und der Abdankung Napolions erhielt dieser Platz seinen Namen. Der Pariser Platz ist das Entree zur jüngeren Dorotheenstadt mit den Straßen: Unter den Linden, Wilhelmstraße und Dorotheestraße. Angelegt wurde der Pariser Platz in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts. Damals wurde der Platz "Quarree" genannt. Der damalige "König Friedrich Wilhelm I" erweiterte die Dorotheenstadt in westlicher Richtung bis zum Tiergarten. Das damals noch hölzerne, eher unauffällige Brandenburger Tor bildete den Abschluss der Dorotheenstadt, war aber gleichzeitig auch das Stadttor in Richtung Charlottenburg.

Erst mit der Neugestaltung des Brandenburger Tors 1789-1791 durch "Karl Gotthard Langhans" bekam der Pariser Platz seine städtebauliche, aber auch politische Bedeutung als repräsentativer "Empfangsraum" der Stadt Berlin. 1880 wurde der Platz vor dem Brandenburger Tor durch "Hermann Mächtig" neu gestaltet. wärend des zweiten Weltkrieg wurde der Pariser Platz stark zertört. 1993 nach der Wiedervereinigung wurde das Arial durch "Bruno Fliel" und "Hans Stimmann" neu bebaut, jedoch die Plazgestalltung wurde von "Klaus von Krosigk" durchgeführt. Das Ziel war: Den Pariser Platz an die glanzvollen Zeiten anzuknüpfen, den Dieser bereits hinter sich gebracht hatte. Er wurde nach historischem Vorbild neu angelegt. Die heutige Granitplasterung mit den eingezeunten Grünflächen und Palmettenbrunnen sowie der verzicht von zu viel Glas an den umliegenden Häuserfronten, spiegeln das Bild vergangener Zeiten wieder. Der Pariser Platz gehört heute zur Verkehrsberuhgten Zone und darf nur von Fahrrädern, Taxen und Anliegern befahren werden. Der gesamte Verkehr wurde baulich um das Brandenburger Tor herum gelenkt. Somit können die Bürger und Touristen sich dem Pariser Platz in aller Ruhe witmen und bei einem Getränkt oder Imbis dessen schönen Anblick genißen.

Vom Pariser Platz aus , kann man durch die Tor-Mitteldurchfahrt , entlang der "Straße des 17. Juni" bis zur Siegessäule schauen. Dabei hüllt sich Abends das Brandenburger Tor im Licht der untergehenden Sonne und zeigt sich so von der romantischen Seite. Die Mittlere der fünf  Durchfahrten durften bis zum Ende der Kaiserzeit 1918 nur von Mitgliedern der kaiserlichen Familie und deren Gäste mit Fahrzeugen benutzt werden. Das Volk durfte die Mitteldurchfahrt nur zu Fuß passieren. Die Innenwände der Durchfahrten sind mit Reliefs verziert welche die Taten des Herkules zeigen.


Platz des 18 März am Brandenburger Tor

Zu Zeiten der Mauer lag dieser Platz im Sperrgebiet der DDR und war von einer halbrunden Mauer umgeben, die eine Dicke von ca. drei Metern hatte. Der Verlauf dieser Mauer ist heute im Asphalt mit einer dunklen Doppelsteinreihe markiert. Rechts und links auf dem Platz stehen Informationstafeln zur Berliner Mauer und dem Brandenburger Tor. Der Platz soll an die "Märzrevolution von 18. März 1848" erinnern, wo hunderte Zivilisten bei Barrikadenkämpfen ihr Leben ließen. Ein bedeutsames Datum, denn mit dieser Revolution wurde die freiheitliche und demokratische Tradition Deutschlands begründet. Weiterhin soll das Datum an die erste Volkskammerwahl der DDR, die am 18. März 1990 stattgefunden hat erinnern. An diesem Tag entschieden sich die meisten Bürger gegen die DDR und deren Existenz als selbstständiger Staat. 

Auf diesem Platz begann auch die sowijetische Absperrung in der Nacht zum 13. August 1961 - Panzer und Wasserwerfer sowie Volkspolizisten
der DDR postierten sich hier vor dem Brandenburger Tor. Straßenpflaster wurden aufgerissen dessen Pflasterseine als Barrikade dienten. Der damalige Bürgermeister von Berlin "Willy Brandt" hatte eine Sondersitzung des Berliner Senats einberufen, außerdem hoffte man auf die Unterstützung der Westmächte, jedoch ließ sich die Teilung ohne weitere Eskalation nicht mehr verhindern. Trotz aller Maßnahmen von sowijetischer Seite, schaften es damals dennoch 800 Flüchtlinge in den Westteil Berlins zu gelanden.

Am 7. Oktober 1949 erklärte sich die sowjetische Besatzungszone zur DDR. Parallel war in den Monaten zuvor auf dem Gebiet der drei Westalliierten die Bundesrepublik Deutschland entstanden. Im September 1949 gaben diese die militärische Verwaltung der drei Beatzungszonen auf. Die Bundesrepublik Deutschland konnte entstehen.

 

Soldatenraum

Unterhalb der Quadriga befindet sich im Brandenburger Tor der Soldatenraum. Von diesem Raum aus  beobachteten DDR-Grenzsoldaten zu Zeiten der Teilung die Mauer und die Umgebung auf westlicher Seite. Heute lagern in diesem Raum die Abdrücke von den Reliefs des Tores.

Strasse des 17 Juni

Durch den Aufstand am 17 Juni 1953 in der DDR beschloss der Berliner Senat die Verbindungsstraße "Berliner Strasse" von Brandenburger Tor bis hin zur Siegessäule in "Strasse des 17 Juni" unzubenennen. Am 03.Juli 1953 wurde per Gesetzt im Westen der gesetzliche Freiertag "Tag der deutschen Einheit" eingeführt. Die DDR hatte jedoch Angst vor einem weiteren Aufstand im Osten und baute in den folgejahren ein Netz der Überwachung und Bespitzelung auf. Da immer mehr DDR-Bürger in den Westen flüchteten wurde 1961 mit dem Mauerbau begonnen. Durch diese Ereignisse erhielt das Brandenburger Tor eine ganz neue Bedeutung und wurde somit Symbol für die Teilung Deutschlands.

Mythologie Hercules Mars und Minerva

Rechts und Links in den Säulenhallen des Brandenburger Tores befinden sich die Skulpturen Mars und Minerva. Die Skulpturmodelle stammen aus dem Jahr 1792 und wurden von "Johann Gottfried Schadow" entworfen. An den Wänden der einzelnen Durchfahrten findet man die Reliefs die die Taten des Hercules zeigen.

Minerva mit Lanze, ist die italienische Beschützerin der Handwerker und Schützgottheit für Dichter und Lehrer, deren griechischer Name Athene ist.

Mars mit Schwert und Scheide, ist der römische Kriegsgott. In der Legende Roms ist Mars der Vater von Romulus und Remus und  die Agrargottheit für Vegetation.

Herkules ist der Sohn des Zeus und der Alkmene. In einem von Hera gesandten Wahnsinnsanfall tötete er seine Frau und die zwei Kinder, weil Herkules sie für die Kinder seines Todfeindes Eurystheus hielt. Deshalb musste Herkules im Dienst des Eurysteus zwölf Jahre lang gefährliche Abenteuer verrichten.

Ereignisse am Brandenburger Tor

30. Januar 1933 zogen die Nazis mit Fackelzug durch das Brandenburger Tor um Hitler als neuen Reichskanzler
zu feiern und die Machtübernahme zu demonstrieren.

20. April 1939 Hitlers fünfzigsten Geburstag wurde hier gefeiert.

13. August 1961 die sowijetische Absperrung wurde vorgenommen und das Tor war für den Westen viele Jahre nicht mehr erreichbar.

Am 12. Juni 1987 hielt der amerikanische Präsident Ronald Reagan anlässlich eines Besuchs in West-Berlin seine Rede vor dem Brandenburger Tor. Mit der Aufforderung: Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!

Am Samstag den 29 Januar 2000 zogen um die 600 Rechtsextremisten durch das Brandenburger Tor um gegen das geplante Holocaust Mahnmahl zu protestieren.

Jedes Jahr findet hier die große Silvesterfeier statt mit zahlreichen Bühnen und Menschenmassen die hier vor dem Tor jährlich den Jahreswechsel feiern. Ein beeindruckendes Feuerwerk kann man hier Life erleben oder die Übertragung im Fernsehen verfolgen.

Restaurierung des Brandenbuger Tor

Am 20 Oktober 2000 bauten Arbeiter am Brandenburger Tor Baugerüste auf. Bis Ende Oktober war das Wahrzeichen der Stadt komplett eingerüstet und verhüllt. Anschließend begann die 16 monatige Sanierung. Während dieser Zeit verschwand das Portal hinter Abdeckplanen. Um das Brandenburger Tor zu säubern, wurde ein neuartiges Laser-Verfahren eingesetzt. Die Kosten beliefen sich auf zehn Millionen Mark.

Diese Seite befindet sich noch in der Bearbeitung 01.03.2011